Gipfeltreffen – mein Online-Summit-Summary

Janis McDavid Keynote Speaker

Eins muss und möchte ich als allererstes loswerden: Leute, ihr fehlt mir! Das Online-Summit am vergangenen Samstag war eine tolle Aktion, um Inspiration und Mut weiterzugeben. Für mich war dieser Vortrag ohne direkten Publikumskontakt eine anfangs zwiespältige Erfahrung. Hier mein Summit Summary mit Fazit.  

Um 11:30 Uhr on air 

1 Tag, 20 Redner, 100 Impulse und 1000 Teilnehmer. Das war der gesetzte Rahmen der starken Unternehmer-Initiative dreier Speaker-Kolleg*innen. Expertenwissen geballt und kostenfrei, für alle, die eine gute Portion Motivation in Zeiten der Corona-Krise gebrauchen können. Im Vorfeld war ich wirklich aufgeregt, denn bisher habe ich meine Vorträge grundsätzlich nur live und mit Direktkontakt zum Publikum gehalten. Dass ich den Kontakt zum Publikum liebe, ja sogar brauche und irrsinnig gerne die Stimmung im Saal in mir aufnehme, wisst ihr aus meinen Blogs und Interviews. Ich schätze ein Gegenüber. Augen, in die ich blicken kann; Gesichter, die mir Konzentration, Vergnügen oder Bewegtheit spiegeln. Diesmal also nur eine Kamera und ich – und irgendwo da draußen ihr. Hu.  

Technikchance und Technikchrash 

Angekündigt, frei geschaltet und los ging's. Richtig wohl gefühlt habe ich mich im ersten Moment nicht, denn alles in mir wollte wissen, wie geht es denn euch vor den Displays und Bildschirmen? Klar, da war der Chat, der parallel am Bildschirmrand einzusehen war, aber ich gebe zu: Lesen und eine Keynote halten gleichzeitig ist nicht so meine Stärke. Also ließ ich diese Kontaktmöglichkeit erst einmal beiseite und konzentrierte mich auf meine Worte. Dann unterbrachen plötzliche technische Probleme meinen Vortrag – was gefühlt unschön, dann aber gut war, um doch einmal via Chat die Stimmung einzufangen. Ein guter Moment! Denn ihr wart voll dabei! Klasse.  

Stärken, Schwächen und Dynamik 

Humor, hab ich schnell gemerkt, macht mir im Direktkontakt einfach mehr Spaß. Humor ohne Resonanz, der mag zwar nach außen funktionieren, aber mir fehlt die Dynamik mit den Menschen vor mir im Saal. Da ich meine Vorträge gerne humorvoll und mit einem Augenzwinkern beginne, hat es sich allein vor der Kamera kurz etwas lost angefühlt. Aber spätestens nach der Lesegelegenheit im Chat war klar: Wir sind verbunden. Ich bin ganz bei euch und ihr seid ganz bei mir und das ist und bleibt die für mich wesentlichste Kraft – der emotionale Draht zueinander. Euer Feedback auch nach dem Online-Vortrag hat mich diesbezüglich bestätigt und bestärkt.  

Online-Vorträge müssen den gleichen hohen Auftritts-Anspruch haben, wie die Live-Variante.

Perfektionismus und Professionalität 

Das Fazit lautet: Neuland zu betreten lohnt sich! Formate zu testen, sich damit auseinanderzusetzen und zu gucken, wie wir alle selbst unter widrigeren Umständen miteinander kommunizieren und uns begegnen können – auch im sehr großen Rahmen. Und weil ich die Lebenszeit, die Menschen aufwenden, um meinen Vortrag zu hören, sehr wertschätze (> Verschenk deine Zeit und nicht dein Leben), war es mir ein Anliegen einen angemessen professionellen Auftritt für euch vorzubereiten. Mich im Vorfeld in Technik, Beleuchtung und Videodreh einzufuchsen, damit ihr -trotz #stayathome- nicht einen „Top-Speaker" vor seiner Küchenzeile oder Blümchentapete ansehen müsst. Es war nicht perfekt, wie es der Perfektionist in mir gern gehabt hätte, aber auch hier waren eure Rückmeldungen wertvoll und klar. Online-Vorträge sollen, dürfen, ja müssen meiner Meinung nach den gleichen hohen Auftritts-Anspruch haben, wie die Live-Variante. Da haben aktuell Viele noch einen weiten Weg vor sich, wie ich beobachte. Auch ich bleibe weiter dran! 

Danke für Eure Zeit und die Beteiligung 

Es gab irre viel Feedback, allgemein, nicht nur für mich. Der Wunsch, Inspiration und Impulse an euch weiterzugeben, hat funktioniert. Yes! Ich hatte eine gewisse Skepsis, ob ich mich mit einem Online-Vortrag gut fühlen könnte – Dank meiner Neugier kann ich jetzt sagen: Ja, Online bzw. Video ist eine Option.

Sie wird nie ersetzen, was ich am meisten schätze: mit meinem Publikum in einem Raum zu sein und unmittelbaren Kontakt zu haben. Ich freue mich sehr darauf, wenn Corona uns alle wieder zusammenkommen lässt.

Leute, ihr fehlt mir! Schön, dass ihr da seid!


Was gerade in Online-Zeiten wichtig ist:

Zeige ich Gefühle oder spreche ich nur über sie?  Zeige ich mich oder stelle ich mich dar?

...

Der größte Fehler, den du als Speaker machen kannst

Warum hören wir so gerne zu, wenn Paare erzählen, wie sie sich kennengelernt haben? Warum sagen wir manchmal zu Freunden: „Erzähl doch noch mal, wie du damals trotz deines platten Reifens und mit dem Loch im Hosenbein pünktlich zum Bewerbungsgespräch gekommen bist?" Und warum spielt es nur eine Nebenrolle, ob er den Job bekommen hat…?

Von alten Ägyptern, echten Begegnungen und aufdrin...
Die zerstörerischste Frage der Welt - und eine ein...

Ähnliche Beiträge

 

Kommentare

Derzeit gibt es keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!
Gäste
Freitag, 14. August 2020

Sicherheitscode (Captcha)

Newsletter

Hier geht's zum Newsletter: Du bekommst einmal im Monat die Blogbeiträge von mir persönlich direkt per Mail! Außerdem gibt's eine kleine Überraschung als Dankeschön:

Beliebteste Kategorien

Beliebteste Beiträge

Es wird gewarnt und gewitzelt, gehamstert und ignoriert, vorbereitet und ausgesessen. Das Corona-Virus sorgt momentan bei mir dafür, mich ein wenig wie in einem Film zu fühlen. „In Krisen zeigen die Menschen ihren wahren Charakter" sagte jüngst ein F...
Unser aller Köpfe sind voll von Fragen über Sex und Sexualität. Obwohl das Internet anscheinend nichts unbeantwortet dazu lässt, gibt es noch immer viele blinde Flecken und Tabus. Die Themen Dating, Körpergefühl, Sex sind manchmal solche Tabu...
Der Speaker Slam 2019 in New York hatte es in sich. Nur zweieinhalb Minuten Zeit gab es für die anderen Teilnehmer und mich, um eine Keynote zu formulieren. Als sei dies nicht Herausforderung genug, erfuhr ich kurz vorher allerdings noch von ...
Hat dich heute schon jemand gefragt, wie du dir eigentlich die Zähne putzt? Wie du dich am Rücken kratzt? Was hältst du dir beim Niesen vor den Mund, wenn nicht die Hand? Dass bei Menschen, die mich ansehen, die eine oder andere Frage auftaucht, ist ...
„Janis, du bist auf der Bühne so gelassen. Hast du eine besondere Vorbereitung?" Diese Frage wird mir so oder so ähnlich sehr oft gestellt. Viele Menschen glauben sogar, ich sei einfach nicht aufgeregt, das sei ein Talent, eine Gabe. Das stimmt nicht...
Mail