Hör endlich auf zu träumen – So gelingt Visualisierung

Wanderer Janis McDavid

Hätte Walt Disney nicht geträumt, es gäbe heute kein einziges Disneyland. Halt, stopp! Hat Disney wirklich geträumt? Oder hat er visualisiert? Und wo ist da überhaupt der Unterschied? 3 Janis-Gedanken über die Macht der Bilder und wie man sie erfolgreich nutzt.  

„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen​." 

Dieser Ausspruch des Alt-Kanzlers Helmut Schmidt wird mindestens so gern und viel zitiert, wie Disneys „Wenn du es träumen kannst, dann kannst du es auch tun!". Gefühlt liegen Welten zwischen dem nordisch-trockenen Realisten und dem Schöpfer kunterbunter Trickfilmwelten. Macher machen, Träumer träumen – wer hat da wohl eher Chancensein Ziel zu erreichen? Ich natürlich! Warum? Weil ich beides miteinander vereine.  

Gedanke 1​: 

Schon als Kind wusste ich, dass ich einmal Autofahren werde. Das Bild von mir in einem Auto, eigenständig fahrend, war fest verankert. Nicht als sehnsüchtige Hoffnungsvision, sondern als klare Vorstellung meiner Zukunft. Zum damaligen Zeitpunkt war das ein eher unrealistischer Gedanke. Hätte jemand „Träum weiter!" gesagt, es wäre nachvollziehbar gewesen. Heute habe ich mein Auto, fahre eigenständig wohin ich will und es ist das normalste von der Welt. Dass ich dieses Bild so klar und früh in mir hatte, war einer Gründe dafür, dass ich das Ziel sehr selbstverständlich angestrebt und umgesetzt habe. Deshalb sage ich: Ja, THINK BIG, auch wenn es erst einmal verrückt erscheint. Trau dich einen Traum zu haben und ihn als realistische Zukunftsvision zu empfinden!  

Gedanke 2: 

Ich habe früh erkannt, dass ich ein sogenannter visueller Lerntyp bin. Bilder bleiben mir besser im Sinn. Auch speichere ich schnell in Bildern ab. Frag mich nicht nach der Seitenzahl, von mir wirst du eher hören: „Die Beschreibung des Tempels war rechts oben, über dem Kästchen mit den Landesdaten."

Das menschliche Gehirn arbeitet viel in Bildern, sie gehören sozusagen zu seiner Natur. Bewusstes Visualisieren, also das wiederholte, konkrete Vorstellen z.B. von Zielen, erhöht die Kraft der inneren Bilder und damit die Wahrscheinlichkeit, dass wir vom reinen Träumen ins Tun kommen. Je detailreicher, desto besser, denn so entstehen zusätzlich Emotionen, die unsere inneren Bilder noch fester in unserem Unterbewusstsein verankern. Eine Träumerei kann verschwommen sein, eine detailreiche Visualisierung hingegen konkretisiert das Vorhaben und bereitet damit das Tun vor!

Schon als Kind wusste ich, dass ich einmal Autofahren werde.

Gedanke 3: 

„Das sieht gut aus" oder „Das sehe ich echt nicht" sind Sätze, die ich in puncto Visualisierung inzwischen vollkommen wörtlich nehme. Denn je nachdem, welche Pläne mich umtreiben, sind es genau meine detaillierten Visualisierungen, die mir deutlich machen, ob ich ein Ziel erreichen kann (und will!) oder nicht. Sie sind der Prüfstein meiner Träume. Ein gutes Beispiel hierfür sind meine Reisen. Ja, ich schaffe gern zügig Fakten, indem ich z.B. ein Flugticket buche und erst danach schaue, wie ich die Reise bewerkstelligen kann. Zuvor jedoch orte ich mithilfe von Bildern, inneren und äußeren, ob ich mich wirklich dort sehe, wo mein Impuls mich gerade hinträumt. Bei Indonesien und den Vulkanen habe ich vorher viele Videos angesehen, habe mich in die Landschaft eingefühlt, habe mir genau vorgestellt, wie ich dort bin. Das gab mir blitzschnell ein klares Gefühl dafür ob ich das will und wage. Ob es wirklich mein Weg ist. Mein Traum. Mein Ziel. 

Träum deine Vision, dann visualisiere deinen Traum​! 

Nein, ich werde nicht zum Arzt gehen, sondern liebend gern meine Visionen haben. Machen ohne Vision erscheint mir wie Laub fegen bei Sturm – sinnentleert. Deshalb steht am Anfang ein Traum, dann werde ich konkret mit inneren Bildern und prüfe mit ihnen, wie ernst mir mein Traum, meine Vision wirklich, wirklich ist. Sehe ich mich dort? Glaube ich mir selbst? Erkenne ich vorab die Einwände, die von außen kommen werden? Bleibe ich trotz dieser Einwände selbstgewiss? Kommen mir selbst Zweifel? Niemand wird einen Traum verwirklichen, an den er nicht selbst aus tiefstem Herzen glaubt! Du wirst nur handeln, umsetzen, Wege wirklich gehen und Ziele wirklich erreichen, wenn du einen festen Glauben daran und an dich selbst hast.

Deshalb: Träum groß, visualisiere konkret und dann – mach es!

Fotos: Katy Otto


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